Freitag, 23. Oktober 2026
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Griechenland setzt nach Karnakis-Sanktionen Maßnahmen gegen die Islamische Republik um

Griechenlands Finanzministerium erklärte am Donnerstag, 22. Oktober, einen Tag nach US-Sanktionen gegen die Kanzlei Karnakis, es setze Sanktionen gegen die Islamische Republik um.

Griechenland setzt nach Karnakis-Sanktionen Maßnahmen gegen die Islamische Republik um
Archivfoto; das Gebäude des griechischen Finanzministeriums am Syntagma-Platz in Athen. Foto: George E. Koronaios, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Dieser Bericht aktualisiert: US-Sanktionen gegen griechisch-panamaische Kanzlei der Schattenflotte der Islamischen Republik

Das griechische Finanzministerium hat am Donnerstag, 22. Oktober, erklärt, es setze die Sanktionen im Zusammenhang mit der Islamischen Republik um und unterstütze Bemühungen zur wirksamen Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Die Erklärung kam einen Tag, nachdem das US-Finanzministerium die griechisch-panamaische Anwaltskanzlei Karnakis & Karnakis wegen Diensten für die Schattenflotte der Islamischen Republik sanktioniert hatte – DIAR hatte darüber berichtet.

Das griechische Finanzministerium teilte mit, es habe die Erklärung des US-Finanzministeriums erhalten; die nötigen Schritte nach nationalem, europäischem und internationalem Recht seien im Gange. Einzelheiten nannte es nicht.

US-Ermittlungen gegen eine griechische Bank

Das US-Finanzministerium gab zugleich bekannt, dass seine Behörde gegen Finanzkriminalität (FinCEN) eine behördliche Vorladung erlassen hat, um Ermittlungen zu möglichen Verbindungen einer griechischen Bank zur Islamischen Republik voranzubringen. Der Name der Bank wurde nicht genannt, und das Ministerium sagte nicht, dass sie gegen Gesetze verstoßen habe. FinCEN forderte zudem von sechs weiteren, ebenfalls ungenannten europäischen Banken Auskunft über ihre Beziehungen zu sanktionierten Finanzinstituten der Islamischen Republik.

Tommy Pigott, Sprecher des US-Außenministeriums, sagte, Karnakis & Karnakis habe Briefkastenfirmen gegründet, um die wahren Eigentümer von Schiffen zu verschleiern, die Öl, Petrochemikalien und Stahl der Islamischen Republik transportierten; diese Firmen hätten Millionen Barrel Öl zugunsten der Quds-Einheit der Revolutionsgarde und der Huthi verkauft. Die Kanzlei antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Frist bis zum 20. November

Das US-Amt zur Kontrolle von Auslandsvermögen hat Geschäftspartnern der Kanzlei und der sanktionierten Schiffe bis zum 20. November Zeit gegeben, ihre Geschäfte abzuwickeln. Berichten aus Griechenland zufolge haben die Sanktionen den Öltransport bislang nicht unmittelbar gestört.

Neben der Kanzlei richteten sich die Sanktionen vom Mittwoch, 21. Oktober, gegen fünf Personen, vier Organisationen und 9 Schiffe sowie gegen Schiffsmakler in Singapur und den Emiraten. Der Schritt setzt den europäischen Druck auf das Finanznetz der Islamischen Republik fort; diese Woche ordnete auch Deutschland die Abwicklung der Hamburger Filiale der Bank Saderat an.

Griechenland kündigte nach dem Fall Karnakis die Umsetzung der Sanktionen gegen die Islamische Republik an, und die USA ermitteln gegen eine griechische Bank.

Quellen dieses Berichts · Auf Basis von 4 Quellen

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  1. US-Sanktionen gegen griechisch-panamaische Kanzlei der Schattenflotte der Islamischen Republik22. Oktober 2026
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