Die der Revolutionsgarde (IRGC) nahestehende Nachrichtenagentur Fars hat eine Liste mit dem Titel „Stunde null“ veröffentlicht, die Dutzende Orte im Nahen Osten als mögliche Ziele der Islamischen Republik im Fall eines erneuten Angriffs der USA oder Israels bezeichnet. Auf der Liste stehen Hotels in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, in denen Formel-1- und MotoGP-Teams bei Rennen in der Region untergebracht sind.
Die Liste erscheint, während das MotoGP-Rennen in Katar bereits an diesem Wochenende stattfinden soll und auch die Formel 1 im weiteren Verlauf des Novembers nach Katar und Abu Dhabi reist. Yamaha hat angekündigt, nicht zum Rennen in Katar zu fahren. Berichten europäischer Sportmedien zufolge wollen die meisten Fahrer nicht antreten, und Marc Márquez hat seine Reise verschoben, doch die Veranstalter haben den Rennplan bislang nicht geändert.
Reaktionen in der Formel 1
Die Formel-1-Führung will die Sicherheitslage nach den US-Zwischenwahlen am Dienstag neu bewerten. Max Verstappen, ehemaliger Formel-1-Weltmeister, sagte, seine Teilnahme hänge von Sicherheitsgarantien und den Ereignissen der kommenden Wochen ab; die Lage in der Region halte er weiterhin für instabil.
Die vollständigen Einzelheiten der Fars-Liste und die Namen der Hotels sind nicht unabhängig bestätigt. Die Islamische Republik hat im laufenden Krieg wiederholt Staaten am Persischen Golf mit Raketen und Drohnen angegriffen, und nach dem US-Angriff auf die Insel Qeschm sprachen ihre Vertreter von einer Antwort ohne geografische Grenzen.
Ein der Revolutionsgarde nahestehendes Medium hat zivile Hotels, in denen Sportler wohnen, auf die Liste möglicher Ziele der Islamischen Republik gesetzt.

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