Dienstag, 3. November 2026
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Frankfurter Hotel Gravenbruch, dem Finanznetz von Mojtaba Khamenei zugerechnet, verkauft

Das Fünf-Sterne-Hotel Gravenbruch bei Frankfurt, Miteigentum des sanktionierten Geschäftsmanns Ali Ansari, eines Vertrauten Mojtaba Khameneis, ging an die Comer Group.

Warum es wichtig ist: Der Verlust dieses Hotels zeigt, dass die Sanktionen der Familie Khamenei ihre verdeckten Vermögenswerte in Europa einen nach dem anderen entziehen.

Frankfurter Hotel Gravenbruch, dem Finanznetz von Mojtaba Khamenei zugerechnet, verkauft
Foto: in den Medien veröffentlicht

Das Fünf-Sterne-Hotel Gravenbruch in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main, früher unter der Marke Hilton betrieben und unter anderem im Miteigentum von Ali Ansari, einem sanktionierten Geschäftsmann aus dem Umfeld von Mojtaba Khamenei, ist an die Immobiliengruppe Comer Group übergeben worden. Joachim Kühne, der Insolvenzverwalter des Hotels, sagte, die Übergabe an den neuen Eigentümer sei am Freitag, dem 30. Oktober, erfolgt.

Der Verkauf war erst nach Zustimmung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle möglich. Die Behörde musste sicherstellen, dass Ali Ansari nicht vom Erlös profitiert. Nach Angaben des Insolvenzverwalters fließt der Verkaufserlös auf ein gesondertes Treuhandkonto, damit er nicht an ihn gelangt. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Ali Ansari und das Finanznetz von Mojtaba Khamenei

Großbritannien sanktionierte Ali Ansari im Herbst 2025. Das US-Finanzministerium bezeichnete ihn danach als einen der wichtigsten Geldgeber Mojtaba Khameneis, und die Europäische Union setzte ihn am 30. Juli 2026 auf ihre Sanktionsliste. Die EU erklärte, Ansari habe über ein Netz von Firmen große Vermögenswerte erworben, darunter Immobilien in Europa und Großbritannien. Eine Recherche von Bloomberg hatte zuvor gezeigt, dass zwei Frankfurter Hotels zu den Vermögenswerten gehören, die dem Netz Mojtaba Khameneis zugerechnet werden, und dass ihr wirtschaftliches Eigentum zu einer in St. Kitts und Nevis registrierten Firma führt. Ansari bestreitet jede Verbindung zur Revolutionsgarde (IRGC) und zu Mojtaba Khamenei.

Nach den US-Sanktionen kündigte Hilton den Managementvertrag, und das Hotel meldete Insolvenz an. Mit den EU-Sanktionen wurden die Konten des Hotels eingefroren; seit Anfang August nahm es keine Gäste mehr auf. Vor der Krise arbeiteten rund 140 Menschen im Hotel; nach Angaben des Insolvenzverwalters gehen alle 90 verbliebenen Beschäftigten auf den neuen Eigentümer über.

Die Zukunft des Hotels

Die Comer Group, ein Unternehmen, das zwei irische Brüder vor mehr als 30 Jahren gegründet haben, hat noch keinen Termin für die Wiedereröffnung genannt und rechnet damit, dass das Hotel ab Frühsommer 2027 voll in Betrieb ist.

Der erste große Vermögenswert in Europa, der dem Finanznetz Mojtaba Khameneis zugerechnet wird, ist unter dem Druck der Sanktionen diesem Netz entglitten.

Quellen dieses Berichts · Auf Basis von 5 Quellen
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