Dienstag, 3. November 2026
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Ghalibaf nach Angriff auf Qeshm: Antwort an Amerika kennt keine geografischen Grenzen

Mohammad Bagher Ghalibaf drohte am Dienstag, 3. November, im Parlament nach dem US-Angriff auf Qeshm, die Antwort der Islamischen Republik auf jeden neuen Angriff werde keine geografischen Grenzen kennen.

Warum es wichtig ist: Ghalibafs Drohung zeigt, dass die Islamische Republik bereit ist, auch die Staaten der Region und die Gastgeber von US-Stützpunkten in den Krieg hineinzuziehen.

Ghalibaf nach Angriff auf Qeshm: Antwort an Amerika kennt keine geografischen Grenzen
Foto: Seyed Shahabbodin, Vajedi, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident der Islamischen Republik und Leiter ihres Verhandlungsteams, hat am Dienstag, 3. November 2026, in einer öffentlichen Parlamentssitzung gedroht, die Antwort der Islamischen Republik auf jede amerikanische „Fehlkalkulation“ werde unberechenbar sein und keine geografischen Grenzen kennen. Die Äußerungen fielen einen Tag nach dem US-Angriff auf die Insel Qeshm.

Ghalibaf sagte, die Streitkräfte der Islamischen Republik seien in höchster Einsatzbereitschaft, und die Länder der Region müssten wissen, dass das Regime den „Finger am Abzug“ habe. Er behauptete, Teheran habe Washington eine „entschlossene und vernünftige“ Antwort gegeben, nun liege der Ball bei Amerika. Jeder „strategische Fehler“ der USA könne Washington vor „ein neues Schlachtfeld“ stellen.

Der Parlamentspräsident verwies auf das Treffen von Mojtaba Khamenei mit hochrangigen Militärkommandeuren am 1. November und sagte, dort sei die Militärstrategie der Islamischen Republik gegen einen möglichen Angriff festgelegt worden. Mojtaba Khamenei hatte bereits zuvor eine militärische Antwort ohne geografische Grenzen angeordnet.

Angriff auf den Raketenwerfer auf Qeshm

Nicht namentlich genannte US-Beamte sagten dem Wall Street Journal, Fox News und Axios, ein US-Kampfjet habe am späten Montagabend, 2. November, eine Abschussrampe für Boden-Luft-Raketen auf Qeshm zerstört, nachdem von der Insel aus eine Rakete auf ein US-Flugzeug in der Straße von Hormus abgefeuert worden war. Bürger meldeten am Montagabend Explosionen auf Qeshm, Hengam und in Bandar Abbas. Die Revolutionsgarde (IRGC) behauptete, sie habe südlich von Qeshm zwei US-Drohnen mittels elektronischer Kriegsführung abgeschossen. Das US-Zentralkommando hat die Behauptung der Revolutionsgarde bislang weder bestätigt noch dementiert.

Eine Drohung am Tag der US-Wahl

Ghalibaf sprach an dem Tag, an dem die Amerikaner bei den Zwischenwahlen zum Kongress an die Urnen gehen. Benjamin Netanjahu hatte Donald Trump zuvor aufgefordert, die Angriffe auf die Islamische Republik nach diesen Wahlen wieder aufzunehmen. Zugleich dankte Abbas Araghchi, Außenminister der Islamischen Republik, Katar und Oman für ihre Vermittlung und sagte, die Gespräche mit Saudi-Arabien gingen weiter.

Einen Tag nach dem US-Angriff auf Qeshm sprach Ghalibaf von einer Antwort ohne geografische Grenzen auf jeden neuen Angriff.

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