Mittwoch, 21. Oktober 2026
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Manouchehr Fallah: Todesurteil gegen politischen Gefangenen in Lakan erneut bestätigt

Irans Oberster Gerichtshof hat das Todesurteil gegen Manouchehr Fallah, 42-jähriger politischer Gefangener im Lakan-Gefängnis von Rascht, wegen eines Knallkörpers erneut bestätigt; der Fall ging an die Vollstreckung.

Manouchehr Fallah: Todesurteil gegen politischen Gefangenen in Lakan erneut bestätigt
Foto: von der Familie veröffentlicht

Der Oberste Gerichtshof Irans hat das Todesurteil gegen Manouchehr Fallah, einen 42-jährigen politischen Gefangenen aus Gilan, der während der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ festgenommen wurde, erneut bestätigt. Die Akte des im Lakan-Gefängnis von Rascht inhaftierten politischen Gefangenen wurde nun an die Strafvollstreckungsbehörde in Rascht übergeben – ein Schritt, der die Gefahr seiner Hinrichtung in unmittelbare Nähe rückt. Die Nachricht von der erneuten Bestätigung wurde am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, bekannt.

Manouchehr Fallah wird „Zerstörung mit der Absicht, sich der Regierung entgegenzustellen“ vorgeworfen. Nach Angaben des Anwalts Milad Panahipour soll er gegen ein Uhr nachts vor dem Justizgebäude von Gilan einen kleinen Knallkörper gezündet haben; der Vorfall verursachte laut dem Anwalt einen Schaden von etwa 15 Millionen Toman. Bei der Explosion gab es weder Tote noch Verletzte.

Der Verlauf des Falls Manouchehr Fallah

Manouchehr Fallah wurde von Sicherheitskräften am Flughafen Rascht festgenommen und nach Verhören in den Misagh-Trakt des Lakan-Gefängnisses verlegt. Die Menschenrechtsorganisation Hengaw berichtete, dass ihn die 2. Kammer des Revolutionsgerichts Rascht unter Vorsitz von Richter Ahmad Darvish-Goftar im Januar/Februar 2025 wegen „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) zum Tode verurteilte. Zuvor hatte ihn die 3. Kammer desselben Gerichts in einem gesonderten Verfahren wegen „Beleidigung der Führung“ und „Propaganda gegen das System“ zu einer Haftstrafe verurteilt, die er vollständig verbüßte.

Während seiner Haft trat er 28 Tage lang in den Hungerstreik, um gegen seine ungeklärte Lage und die Eröffnung eines neuen Verfahrens gegen ihn zu protestieren, und beendete ihn auf Bitten von Mithäftlingen und ehemaligen politischen Gefangenen. Seine Anwälte haben wiederholt erklärt, die einzige Grundlage des Revolutionsgerichts für das Todesurteil sei ein geringer Sachschaden an Tür und Fassade eines Gebäudes gewesen.

Welle politischer Hinrichtungen in Gilan

Manouchehr Fallah ist einer von mehreren politischen Gefangenen aus Gilan, denen im Lakan-Gefängnis von Rascht die Hinrichtung droht. Vor wenigen Tagen wurde Fatemeh Eyni zur Vollstreckung ihres Todesurteils in eine Einzelzelle des Lakan-Gefängnisses verlegt. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Wochen von einem ungewöhnlich hohen Hinrichtungstempo in iranischen Gefängnissen und der Verlegung Hunderter Gefangener zur Vollstreckung ihrer Urteile.

Wegen eines Knallkörpers, der niemanden verletzte, hat die Islamische Republik das Todesurteil gegen Manouchehr Fallah erneut bestätigt.

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