Johannes Natland, ein 19-Jähriger aus Stavanger in Norwegen, ist am Freitag, dem 16. Oktober 2026, wegen Verschwörung zum Mord zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die britische Staatsanwaltschaft erklärt, er sei im Auftrag des Foxtrot-Netzwerks, einer schwedischen kriminellen Bande mit Verbindungen zur Islamischen Republik, die von den USA und Großbritannien sanktioniert wird, nach England gekommen, um gegen 25.000 Euro einen Menschen zu töten.
Eine Jury am Londoner Old Bailey hatte Natland zuvor in einem zweiten Prozess der Verschwörung zum Mord für schuldig befunden; den Besitz einer verbotenen Schusswaffe und von Munition ohne Erlaubnis hatte er von Anfang an gestanden. Das Urteil sprach Richterin Cheema-Grubb. Sie sagte Natland, er sei in Norwegen angeworben worden, um nach England zu reisen und eine unbekannte Person zu töten, und habe den Plan trotz zahlreicher Gelegenheiten zum Ausstieg verfolgt. Hätte die Polizei nicht eingegriffen, so die Richterin, hätte er die Tat ausgeführt.
Festnahme in einem Hotel in Huddersfield
Natland landete am 17. März 2025 mit einem Notreisepass am Flughafen Manchester; zwei Tage später, in den frühen Morgenstunden des 19. März, nahmen bewaffnete Polizisten ihn in einem Hotelzimmer in Huddersfield fest. Die Beamten fanden in seinem Zimmer eine halbautomatische Pistole, einen Revolver, 12 scharfe Patronen und 2.000 Pfund in bar. Die Identität der Zielperson wurde nie geklärt.
Nach Angaben der Anklage warb ein Jugendlicher mit dem Decknamen „der General“, der für Foxtrot arbeitete, Natland an; der 17-Jährige wurde in Norwegen zu 14 Jahren Haft verurteilt, ein weiterer 16-Jähriger wartet auf seinen Prozess. Frank Ferguson, Leiter der Abteilung für Sonderkriminalität und Terrorismusbekämpfung der britischen Staatsanwaltschaft, nannte den Fall einen kalkulierten Plan, für Geld zu töten.
Foxtrot: der kriminelle Arm der Islamischen Republik in Europa
Das 2021 in Schweden entstandene Foxtrot-Netzwerk ist für Drogenhandel und Gewaltverbrechen bekannt und rekrutiert über soziale Medien Jugendliche und sogar 13-jährige Kinder. Die USA und Großbritannien haben das Netzwerk wegen Anschlägen auf jüdische und israelische Ziele im Auftrag der Islamischen Republik sanktioniert. Dieses Muster, Kriminelle und Jugendliche ohne erkennbare Verbindung zu Teheran anzuheuern, erlaubt es der Islamischen Republik, die Verantwortung für die Operationen abzustreiten.
Das Urteil fällt in eine Woche, in der europäische Gerichte sich wiederholt mit Fällen transnationaler Repression der Islamischen Republik befasst haben, von der Verurteilung zweier Spione der Quds-Einheit in Hamburg bis zum Prozess gegen die Angeklagten im Komplott gegen Journalisten in London.
Der 19-jährige Auftragsmörder, den ein mit der Islamischen Republik verbundenes kriminelles Netzwerk zum Töten nach Großbritannien geschickt hatte, muss 20 Jahre in Haft.

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