Sonntag, 18. Oktober 2026
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Dollar übersteigt 272.000 Toman und Euro 307.000 Toman auf dem Teheraner Markt

Die Wechselkurse auf dem freien Markt in Teheran haben am Sonntag, dem 4. Oktober, erneut Rekorde erreicht: Der Dollar stieg über 272.000 Toman und der Euro über 307.000 Toman, die Emami-Goldmünze erreichte rund 275 Millionen Toman, während Irans Ölexporte praktisch zum Erliegen gekommen sind.

Dollar übersteigt 272.000 Toman und Euro 307.000 Toman auf dem Teheraner Markt

Der Rial ist am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, auf dem freien Markt in Teheran erneut auf den tiefsten Stand seiner Geschichte gefallen. Laut Iran International stieg der Preis für einen US-Dollar über 272.000 Toman, ein Anstieg um rund 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Laut Euronews auf Persisch wurde auch der Euro zum beispiellosen Rekordkurs von 307.000 Toman gehandelt, und das britische Pfund stieg über 357.000 Toman.

Auf dem Goldmarkt stieg laut Euronews auf Persisch die volle Bahar-Azadi-Goldmünze der Emami-Prägung um rund zwei Prozent auf 275 Millionen Toman; Iran International meldete im späteren Handel einen Preis von 277 Millionen Toman. Ein Gramm 18-karätiges Gold kostete rund 26,6 Millionen Toman. Laut Iran International haben die Behörden versucht, den Markt durch den Verkauf von Devisen zum offiziellen Kurs von etwa 257.000 Toman zu beruhigen, doch Kritiker bezweifeln angesichts der akuten Devisenknappheit die Wirksamkeit dieser Politik.

Die Behauptungen der Regierung und die Realität des Marktes

Masoud Pezeshkian, Chef der Regierung der Islamischen Republik, sagte laut Euronews auf Persisch, die Regierung habe zur Bewältigung der besonderen Lage neue Maßnahmen ergriffen und pumpe zwei Milliarden Dollar an Devisen in den Markt. Dennoch hält der Aufwärtstrend der Wechselkurse an, und der Rial hat seit Anfang 2026 rund die Hälfte seines Wertes gegenüber dem Dollar verloren.

Experten sehen den Berichten dieser Medien zufolge den Hauptgrund für den Absturz in der wirtschaftlichen Druckkampagne der USA, der Seeblockade der iranischen Häfen und der Schließung der Außenhandelsrouten. Laut Iran International sagte der US-Finanzminister, in der vergangenen Woche sei zum ersten Mal in der Geschichte keine einzige Ladung iranischen Öls auf See gewesen.

Gestoppte Ölexporte und Inflation

Zuvor hatten Daten des Tanker-Tracking-Unternehmens Kpler gezeigt, dass im iranischen Monat Schahriwar (23. August bis 22. September) keine einzige Ölladung an Irans Exportterminals verladen worden war – ein Vorgang ohne Beispiel seit 1979. Die Inflationsrate liegt inzwischen bei fast 90 Prozent, und Energie- und Medikamentenmangel, verspätete Lohnzahlungen und weit verbreitete Arbeitslosigkeit verstärken den Druck auf den Alltag der Menschen.

Mit einem Dollar über 272.000 Toman und einem Euro über 307.000 Toman hat die Devisenspritze der Regierung den Absturz des Rial nicht aufhalten können.

Quellen

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