Montag, 19. Oktober 2026
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Zahedan: 15-jähriger Erfan Jamalzehi durch Schüsse von Militärkräften am Kopf verletzt

Der 15-jährige Erfan Jamalzehi wurde in Zahedan am Kopf verletzt, als Militärkräfte ohne Vorwarnung auf das Auto seiner Familie schossen; die Familie fordert Rechenschaft.

Zahedan: 15-jähriger Erfan Jamalzehi durch Schüsse von Militärkräften am Kopf verletzt
Archivfoto; Foto: Safa.daneshvar, Lizenz CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Erfan Jamalzehi (Shahnavazi), ein 15-jähriger Belutsche, wurde am Abend des Dienstags, 6. Oktober 2026, in der Daneshgah-Straße in Zahedan am Kopf verletzt, als Militärkräfte auf das Privatauto seiner Familie schossen. Laut HRANA, die sich auf eine Menschenrechts-Dokumentationsgruppe in Belutschistan beruft, fielen die Schüsse ohne Haltebefehl und ohne vorherige Warnung.

Dem Bericht zufolge saß Erfan mit seinem Vater und seinem Schwager im Auto, als Militärkräfte das Feuer auf den Wagen eröffneten und eine Kugel ihn am Kopf traf. Er wurde in einer medizinischen Einrichtung operiert und mit etwa 50 Stichen genäht. Sicherheitsbeamte sagten der Familie, die Einsatzkräfte hätten geschossen, nachdem sie eine Meldung über eine Auseinandersetzung im „Bazar-e Moshtarak“ von Zahedan erhalten hätten, weil sie die Insassen des Autos für bewaffnet hielten. Die Familie des Jungen fordert, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Schüsse ohne Warnung: ein wiederkehrendes Muster in Sistan und Belutschistan

Schüsse der Sicherheits- und Militärkräfte der Islamischen Republik auf belutschische Bürger und ihre Fahrzeuge – ohne Warnung und auf bloßen „Verdacht“ hin – sind in Sistan und Belutschistan immer wieder gemeldet worden.

Im selben Bericht verweist HRANA auf den Jahresbericht der Menschenrechtsaktivisten im Iran, wonach im iranischen Jahr 1404 (2025–2026) Schüsse von Militärkräften 32.820 Bürger trafen; 6.822 von ihnen wurden getötet und 25.998 verletzt.

Hendi-ha-Gasse in Zahedan, Mai 2022. Archivfoto; Foto: Safa.daneshvar, Lizenz CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons
Hendi-ha-Gasse in Zahedan, Mai 2022. Archivfoto; Foto: Safa.daneshvar, Lizenz CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Eine Kugel der Militärkräfte, abgefeuert ohne Haltebefehl und ohne Warnung, traf einen 15-Jährigen im Auto seiner Familie am Kopf.

Die Sicherheitslage in Zahedan

Die Schüsse fielen wenige Tage bevor Nosrat Eftekhari, stellvertretender Polizeikommandeur von Sistan und Belutschistan, bei einer Bombenexplosion in Zahedan getötet wurde – ein Ereignis, das die Sicherheitslage in der Stadt weiter verschärfte. Wenige Tage zuvor hatte der Tod von Omid Ghanouni, einem Jugendlichen aus Khansar, in Haft erneut Fragen nach der Gewalt der Repressionskräfte gegen Jugendliche aufgeworfen.

Quellen

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