Montag, 2. November 2026
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Schwieriges Telefonat zwischen Trump und Netanjahu: Streit über den Zeitpunkt eines Angriffs auf die Islamische Republik

Im Telefonat am Samstag drängte Netanjahu Trump, die Angriffe auf die Islamische Republik gleich nach der US-Wahl am Dienstag fortzusetzen; Trump setzt vorerst auf Gespräche.

Warum es wichtig ist: Der Zeitpunkt eines neuen Angriffs auf die Islamische Republik hängt von diesem Streit ab – eine Entscheidung über Krieg und Schicksal des Regimes.

Schwieriges Telefonat zwischen Trump und Netanjahu: Streit über den Zeitpunkt eines Angriffs auf die Islamische Republik

Donald Trump und Benjamin Netanjahu waren sich in einem Telefonat am Samstag, dem 31. Oktober 2026, über den Verlauf der US-Verhandlungen mit der Islamischen Republik und den Zeitpunkt für die Wiederaufnahme militärischer Operationen uneins. Eine israelische Quelle bezeichnete das Gespräch als „schwierig“, eine amerikanische als „direkt“. Netanjahu will, dass die Angriffe auf die Islamische Republik unmittelbar nach den US-Zwischenwahlen am Dienstag, dem 3. November, wieder aufgenommen werden.

Nach Angaben beider Quellen zieht Trump es derzeit vor, den Verhandlungen eine Chance zu geben – eine Haltung, die den israelischen Ministerpräsidenten beunruhigt. Das Weiße Haus und das Büro des israelischen Ministerpräsidenten äußerten sich nicht zum Inhalt des Gesprächs. Das Wall Street Journal hatte zuerst über das Telefonat berichtet, ohne Einzelheiten zu nennen.

Trump: Keine Eile, aber ein oder zwei Anlagen bleiben

Trump sagte am Samstag vor Journalisten, die Gespräche mit der Islamischen Republik „laufen gut“ und er habe es mit der Wiederaufnahme der Angriffe nicht sonderlich eilig. Zugleich sagte er, der Islamischen Republik sei nicht zu trauen, weil sie sich mehrfach auf eine Vereinbarung geeinigt und dann einen Rückzieher gemacht habe. Der US-Präsident fügte hinzu, man müsse sich noch um ein oder zwei Atomanlagen der Islamischen Republik kümmern, darunter eine Anlage im Inneren des Berges Kolang („Spitzhacken-Berg“), und die USA hätten dafür einen Plan – eine Position, über die DIAR bereits berichtet hatte.

Washington verfolgt zwei Wege zugleich: das Bemühen um eine Vereinbarung, die den Weg zu direkten Verhandlungen öffnet, und die Vorbereitung auf eine Wiederaufnahme umfangreicher Militäroperationen nach den Kongresswahlen. Die USA hatten mehrere arabische Golfstaaten bereits gewarnt, sich nach diesen Wahlen auf eine neue Angriffswelle einzustellen.

Katars Vermittlung und der Brief von Vance

Katarische Vermittler trafen sich am Sonntag, dem 1. November, den dritten Tag in Folge mit Vertretern der Islamischen Republik. Vergangene Woche hatte US-Vizepräsident JD Vance eine Botschaft zur Wiederaufnahme der Verhandlungen an Mohsen Rezaei geschickt, den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats der Islamischen Republik – der ranghöchste Kontakt der USA mit Teheran seit mehreren Monaten. Abbas Araghchi sagte am Sonntag, es sei noch keine Einigung erzielt worden und ein Treffen mit der US-Delegation sei nicht geplant.

Netanjahu will einen sofortigen Angriff nach der US-Wahl, während Trump den Verhandlungen vorerst eine Chance gibt.

Quellen dieses Berichts · Auf Basis von 4 Quellen
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