Montag, 19. Oktober 2026
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Revolutionsgarde bekennt sich zum Angriff auf Flüssiggastanker NV Sunshine

Die Revolutionsgarde hat sich am Freitag, dem 9. Oktober, zum Angriff auf den Flüssiggastanker NV Sunshine bekannt und gedroht, Angriffe auf Schiffe über die Straße von Hormus hinaus auszuweiten.

Revolutionsgarde bekennt sich zum Angriff auf Flüssiggastanker NV Sunshine

Die Marine der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) hat sich am Freitag, dem 9. Oktober 2026, offiziell zu dem Angriff auf den Flüssiggastanker (LPG) „NV Sunshine“ der Firma Natvit bekannt. Laut Euronews auf Persisch erklärte die Revolutionsgarde, sie habe den Maschinenraum und das Antriebssystem des Schiffes getroffen, als es die südliche Route der Straße von Hormus passierte, die sie als „nicht genehmigt“ bezeichnet, und es in Brand gesetzt. Über Todesopfer oder Verletzte wurde nichts bekannt.

Die britische Behörde für maritime Handelsoperationen (UKMTO) teilte am Freitagmorgen ebenfalls mit, ein Flüssiggastanker sei etwa 13 Seemeilen westlich von Al Jazirah in den Vereinigten Arabischen Emiraten von unbekannten Projektilen getroffen worden; an Bord sei ein Großbrand ausgebrochen, der später unter Kontrolle gebracht wurde. Auch Vahid Online veröffentlichte die Erklärung der Revolutionsgarde zu dem Angriff.

Revolutionsgarde droht mit Angriffen über die Straße von Hormus hinaus

In einer gesonderten Erklärung drohte die Revolutionsgarde, Schiffe, die sich nicht an die von ihr vorgegebenen Routen halten, in der gesamten Region zu verfolgen und zu „bestrafen“; dieses Vorgehen werde sich nicht mehr auf die Straße von Hormus beschränken. Zudem warf die Revolutionsgarde dem US-Militär vor, sich in Entscheidungen über Schifffahrt und Versicherungen einzumischen, und drohte, Unternehmen, die mit den USA zusammenarbeiten, zu sanktionieren und alle ihre Schiffe ins Visier zu nehmen. Es ist das erste Mal in den vergangenen Tagen, dass sich die Islamische Republik offen zu einem Angriff auf ein Handelsschiff bekennt.

Angriff auf den Tanker Acers in katarischen Gewässern

Zuvor war der Öl- und Chemikalientanker „Acers“ unter der Flagge von Antigua und Barbuda am Mittwochabend, dem 7. Oktober, gegen 22:30 Uhr Teheraner Zeit, 51 Seemeilen nördlich von Madinat ash Shamal in Katar von mehreren Projektilen getroffen worden. Die UKMTO meldete Opfer unter der Besatzung. Laut Euronews und gCaptain war es der erste Angriff in diesem Teil des Persischen Golfs seit mehr als sechs Monaten. Am Donnerstag, dem 8. Oktober, geriet zudem ein Tanker etwa 40 Kilometer vor dem Hafen von Fudschaira im Golf von Oman in Brand. Die Islamische Republik bekannte sich nicht offiziell zu diesen beiden Vorfällen, doch der Revolutionsgarde nahestehende Medien deuteten eine Ausweitung der Operationen über die Straße von Hormus hinaus an.

Satellitenbild der Straße von Hormus; Archivbild. Bild: NASA, gemeinfrei, Wikimedia Commons
Satellitenbild der Straße von Hormus; Archivbild. Bild: NASA, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Nach dem Angriff auf einen Flüssiggastanker drohte die Revolutionsgarde, Schiffe in der gesamten Region anzugreifen.

Unsichere Schifffahrt und Folgen für den Ölmarkt

Laut Euronews wurden allein zwischen dem 28. September und dem 5. Oktober in der Region mindestens 12 Angriffe, versuchte Angriffe oder Belästigungen gegen Tanker und Gastanker registriert – der höchste Wochenwert seit Beginn des Krieges im Februar/März. Laut The Guardian stieg der Ölpreis am Donnerstag um rund fünf Prozent. Die Straße von Hormus ist seit Kriegsbeginn faktisch geschlossen, und die USA setzen ihre Seeblockade gegen die Islamische Republik fort.

Quellen

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