Freitag, 30. Oktober 2026
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Israel bittet die USA, Irans Energieanlagen angreifen zu dürfen

Israel hat die USA gebeten, im Fall eines neuen Angriffs auf die Islamische Republik Irans Energieanlagen ins Visier nehmen zu dürfen; zehn US-Transportflugzeuge sind im Negev gelandet.

Warum es wichtig ist: Ein Angriff auf Energieanlagen könnte die Strom- und Gasausfälle für die Menschen in Iran in diesem Winter noch verschärfen.

Israel bittet die USA, Irans Energieanlagen angreifen zu dürfen
Archivbild; Foto: DoD Photo by Erin A. Kirk-Cuomo, Graphic Proccessing by User:MathKnight, Lizenz CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Israel hat die USA gebeten, für den Fall, dass der Angriff auf die Islamische Republik wieder aufgenommen wird, Angriffe auf Irans Energieanlagen zu erlauben, die bislang unbeschädigt geblieben sind. Der israelische öffentlich-rechtliche Sender Kan berichtete dies am Freitag, dem 30. Oktober 2026, unter Berufung auf eine israelische Quelle. Nach Angaben dieser Quelle hofft Tel Aviv, dass Donald Trump die Zielliste auf die Infrastruktur ausweitet, insbesondere auf den Energiesektor.

Zugleich landeten zehn Militärtransportflugzeuge der USA, die vom Stützpunkt Fort Bliss in Texas gestartet waren, auf den Luftwaffenstützpunkten Ovda und Nevatim in der Negev-Wüste im Süden Israels. Weitere Militärflugzeuge flogen zu Stützpunkten in Jordanien, Saudi-Arabien und Katar. US-Vertreter haben diese Verlegungen nicht bestätigt, die Fracht der Flugzeuge ist unklar.

Ein weiteres Patriot-System und mehr Kriegsschiffe

Wie das Wall Street Journal berichtet, verlegt das US-Militär ein weiteres Patriot-Luftabwehrsystem nach Israel, um die Raketenabwehr des Landes zu stärken. Das Pentagon hat Luftabwehrausrüstung und Munition in den Nahen Osten geschickt und einen Teil seiner Truppen von Stützpunkten abgezogen, die es für gefährdet hält. Laut Kan sollen sich im November ein weiterer Flugzeugträger und eine Einheit der Marines den rund 20 US-Kriegsschiffen in der Region anschließen.

Diese Bewegungen erfolgen einen Tag, nachdem Admiral Brad Cooper, Kommandeur des CENTCOM, Trump im Weißen Haus militärische Optionen gegen die Islamische Republik vorgelegt hatte. Trump sagte am Donnerstagabend bei einer Wahlkampfkundgebung in Rock Hill, South Carolina, dieser Krieg werde sehr, sehr bald zu Ende sein, nannte jedoch keinen Zeitpunkt. Sein Vizepräsident JD Vance sagte zudem Fox News, Trump werde nicht zulassen, dass der Krieg endlos wird.

Washingtons bisherige Haltung zur Energieinfrastruktur

Die USA haben sich bislang gegen Angriffe auf Irans Energieanlagen ausgesprochen. Im März forderte die Trump-Regierung Israel auf, die Angriffe auf diese Anlagen einzustellen, und im Juli dieses Jahres sagte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz, Washington billige einen solchen Angriff nicht, aus Sorge vor Angriffen der Islamischen Republik auf ihre Nachbarn und vor einer weltweiten Ölkrise.

Auch der Ölmarkt hat auf diese Nachrichten reagiert: Ein Barrel der Sorte Brent kostete am Freitag rund 116 Dollar. Die Revolutionsgarde behauptete am Donnerstag, mehrere Tanker seien in der Straße von Hormus auf Minen gelaufen; DIAR hatte zuvor über den Brand auf einem Schiff in der Meerenge berichtet. Auch die Entlassung von General Brett Sylvia, einem hochrangigen Planer des Pentagons, sorgte in diesen Tagen für Schlagzeilen.

Israel hat um die Erlaubnis gebeten, Irans Energieanlagen anzugreifen, und die USA schicken Flugzeuge und Patriot-Luftabwehr in die Region.

Quellen dieses Berichts · Auf Basis von 4 Quellen
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