Sonntag, 25. Oktober 2026
Link einreichen

Prinz Reza Pahlavi im Figaro: Frankreichs Kandidaten sollen an der Seite der Iraner stehen

In einem Gastbeitrag im Figaro zum Jahrestag des Drakkar-Anschlags in Beirut forderte Prinz Reza Pahlavi von Frankreichs Präsidentschaftskandidaten vier Zusagen für das iranische Volk.

Warum es wichtig ist: Prinz Reza Pahlavi will Frankreichs Politik gegenüber der Islamischen Republik vor der Wahl an die Unterstützung des iranischen Volkes binden.

Prinz Reza Pahlavi im Figaro: Frankreichs Kandidaten sollen an der Seite der Iraner stehen
Archivfoto; Foto: Gage Skidmore, Lizenz CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons

In einem Gastbeitrag, der am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in der französischen Tageszeitung Le Figaro erschien, rief Prinz Reza Pahlavi die Kandidaten der französischen Präsidentschaftswahl auf, sich zur Unterstützung des Freiheitskampfes des iranischen Volkes zu verpflichten. Der Text erschien zum 43. Jahrestag des Anschlags auf das Drakkar-Gebäude in Beirut, bei dem 1983 58 französische Soldaten getötet wurden.

In dem Beitrag richtete Prinz Reza Pahlavi vier konkrete Forderungen an die französischen Kandidaten: den Freiheitskampf des iranischen Volkes zu unterstützen, die Unterdrückung der Demonstranten zu verurteilen, sich für einen freien Internetzugang der Iraner einzusetzen und die Sicherheit der Iraner im Ausland vor den Drohungen der Islamischen Republik zu garantieren.

Die Islamische Republik und ihr Terror auf französischem Boden

Prinz Reza Pahlavi würdigte die in Beirut getöteten französischen Soldaten und machte die Islamische Republik für den Anschlag verantwortlich. Anschließend erinnerte er an die Terrorbilanz der Islamischen Republik auf französischem Boden: die Ermordung von Schahriar Schafiq 1979 in Paris, die Bombenanschläge von 1985 und 1986 sowie die Ermordung von Schapur Bachtiar, dem letzten Ministerpräsidenten der Pahlavi-Zeit, 1991 bei Paris.

Er verwies auch auf den Plan eines Angriffs auf den Luftwaffenstützpunkt Fairford in Großbritannien, an dem nach seinen Worten London die Revolutionsgarde für beteiligt hält, und schrieb, die Islamische Republik sei „nicht nur der Henker des Orients, sondern auch eine Bedrohung für den Westen“.

Vergangene Woche hatte auch das Weiße Haus zum Jahrestag des Anschlags auf das Hauptquartier der US-Marines in Beirut die Islamische Republik als Drahtzieherin dieses Anschlags bezeichnet; beide Anschläge wurden 1983 am selben Tag verübt.

Ergebnislose Verhandlungen und Vertrauen auf das iranische Volk

Prinz Reza Pahlavi bezeichnete in dem Beitrag Verhandlungen mit der Islamischen Republik als ergebnislos und schrieb, ein Wandel im Iran müsse sich auf die Kraft des iranischen Volkes selbst stützen. Als Ziele dieses Kampfes nannte er Rechtsstaatlichkeit, die Gleichberechtigung der Frauen und die Trennung von Religion und Staat. Er schrieb: „Die Iraner kämpfen für eine Regierung, die Freiheit und Gleichheit garantiert, einschließlich der Gleichberechtigung der Frauen.“

Die französische Präsidentschaftswahl findet 2027 statt, mit dem ersten Wahlgang am 18. April und einer möglichen Stichwahl am 2. Mai. Der Beitrag von Prinz Reza Pahlavi erschien in einer Zeit, in der die Debatte über seine Rolle in Europa zunimmt, darunter die Einladung des belgischen Parlaments und die Reaktion des belgischen Außenministers Maxime Prévot. Zugleich erklärten im Iran 171 monarchistische Aktivisten und politische Gefangene in einer Erklärung ihre Unterstützung für seine Führung.

Prinz Reza Pahlavi forderte Frankreichs Kandidaten auf, ihre Politik gegenüber der Islamischen Republik auf die Unterstützung des iranischen Volkes zu gründen.

Quellen dieses Berichts · Auf Basis von 2 Quellen
Zum Kommentieren bitte anmelden oder registrieren.

Noch keine Kommentare. Sei die erste Person.