Sonntag, 18. Oktober 2026
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Verfassungsschutz: Islamische Republik kauft heimlich ein, um ihre Raketenfähigkeit wiederaufzubauen

Laut Iran International erklärt der deutsche Inlandsgeheimdienst, die Islamische Republik kaufe in Deutschland verdeckt CNC-Maschinen, Kohlefasern und explosionsgeschützte Motoren, um ihre Raketenfähigkeit wieder aufzubauen.

Verfassungsschutz: Islamische Republik kauft heimlich ein, um ihre Raketenfähigkeit wiederaufzubauen
Archivfoto; Foto: The original uploader was Stefan Kühn at German Wikipedia., Lizenz CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Der deutsche Inlandsgeheimdienst (Bundesamt für Verfassungsschutz, BfV) hat in Dokumenten zur Proliferationsabwehr gewarnt, dass die Beschaffungsaktivitäten der Islamischen Republik in Deutschland für ihr Raketenprogramm trotz der Sanktionen auf hohem Niveau bleiben. Iran International berichtete am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, unter Berufung auf diese Dokumente, dass Teheran, nachdem seine militärischen Anlagen in den beiden jüngsten Kriegen beschädigt wurden, für den Wiederaufbau seiner Raketenfähigkeit auf deutsche Technologie setzt.

Laut Iran International umfasst die Liste der Güter, die nach Angaben der deutschen Behörde Ziel der Einkäufe der Islamischen Republik sind, CNC-Maschinen (computergesteuerte Dreh- und Fräsmaschinen), Kohlefasern, Vakuumpumpen, Epoxidharze, kleine explosionsgeschützte Motoren sowie hochentwickelte Komponenten für Startsysteme. Diese Güter sind Dual-Use-Güter und werden beim Bau von Zellen, Triebwerken und Startsystemen für ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen verwendet.

Verdeckter Kauf von Dual-Use-Gütern nach der Rückkehr der Sanktionen

Dem Bericht zufolge erklärt der deutsche Inlandsgeheimdienst, die Wiedereinsetzung der UN-Sanktionen im September 2025 habe mit der Islamischen Republik verbundene Akteure in geheime Kanäle gedrängt; diese nutzten zur Beschaffung der Ausrüstung „verschleierte und konspirative Methoden“. Nach Einschätzung der Behörde zielt das Beschaffungsnetz Teherans darauf ab, beschädigte Infrastruktur zu reparieren und ballistische, Marschflugkörper- und unbemannte Waffensysteme wieder aufzubauen.

Iran International schrieb zudem, dass nach den Angriffen auf Stellungen der Islamischen Republik veröffentlichte Satellitenbilder sowie Geheimdiensteinschätzungen Israels und westlicher Länder auf schwere Schäden an Teilen der Raketenproduktionskette hindeuten. Der Sprecher der Armee der Islamischen Republik hatte zuvor eine Erhöhung der Reichweite und Geschwindigkeit der Raketen angekündigt.

Das Gebäude des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), des deutschen Inlandsgeheimdienstes. Archivfoto; Foto: The original uploader was Stefan Kühn at German Wikipedia., Lizenz CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Das Gebäude des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), des deutschen Inlandsgeheimdienstes. Archivfoto; Foto: The original uploader was Stefan Kühn at German Wikipedia., Lizenz CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Spionage der Islamischen Republik in Deutschland

In seinem im Juni 2026 veröffentlichten Jahresbericht 2025 hatte der deutsche Inlandsgeheimdienst die Beschaffungsaktivität der Islamischen Republik für ihr Raketenprogramm bereits als „anhaltend hoch“ bezeichnet und geschrieben, Teheran sei nach dem Zwölftagekrieg für die Reparatur und den Wiederaufbau seiner Anlagen auf Spitzentechnologie aus Europa und Deutschland angewiesen. In diesem Bericht wurde die Islamische Republik neben Russland und China als eine der drei größten nachrichtendienstlichen Bedrohungen für Deutschland genannt.

Nach Angaben der Behörde gehören die Ausspähung von und das Vorgehen gegen iranische Oppositionelle und Kritiker im Exil zu den Prioritäten des Geheimdienstministeriums, der Geheimdienstorganisation der Revolutionsgarde (IRGC) und der Quds-Einheit in Deutschland; die als Charming Kitten bekannte Hackergruppe hat Journalisten, Aktivisten und Kritiker der Islamischen Republik mit Cyberangriffen ins Visier genommen.

Nach Einschätzung des deutschen Geheimdienstes versucht die Islamische Republik nach zwei Kriegen, durch den verdeckten Kauf deutscher Technologie die Produktion von Raketen und Drohnen wieder in Gang zu bringen.

Quellen

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