Freitag, 23. Oktober 2026
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Treffen in Istanbul: sieben Außenminister zum Iran-Krieg und zur Straße von Hormus

Die Außenminister der Türkei, Saudi-Arabiens, Pakistans, Ägyptens, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands beraten am Freitag, 23. Oktober, in Istanbul über den Iran-Krieg und Hormus.

Warum es wichtig ist: Eine gemeinsame Front Europas und regionaler Mächte gegen die Bedrohung in Hormus und die Huthis isoliert die Islamische Republik weiter.

Treffen in Istanbul: sieben Außenminister zum Iran-Krieg und zur Straße von Hormus
Foto: Reuters

Die Außenminister von sieben Ländern kommen am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in Istanbul zusammen, um über den Krieg zwischen der Islamischen Republik und den USA, die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus und im Bab al-Mandab sowie über die Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien zu beraten. Es ist das erste gemeinsame Treffen des Quartetts aus Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten mit den drei europäischen Ländern Großbritannien, Frankreich und Deutschland; Gastgeber ist der türkische Außenminister Hakan Fidan.

Laut einer türkischen diplomatischen Quelle stehen die Straße von Hormus, die Entwicklungen im Jemen, die Palästinafrage und die Bemühungen um ein Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine auf der Tagesordnung. Fidan wird voraussichtlich die Sicherheit Saudi-Arabiens gegen die Angriffe der Huthis unterstützen und eine dauerhafte Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus und im Bab al-Mandab fordern; Ankara betont zugleich, dass die Spannungen zwischen Washington und Teheran nur durch Dialog gelöst werden können.

Der Verteidigungspakt von Mekka und die Angriffe der Huthis

Die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan sind Mitglieder des gemeinsamen Verteidigungspakts von Mekka, nach dem ein Angriff von außen auf ein Mitglied als Angriff auf alle drei gilt. Die drei Länder einigten sich am 31. August auf ein gemeinsames Sekretariat, und der Verteidigungsausschuss des Pakts billigte am 5. Oktober die Vorbereitung von Kräften für eine schnelle Verlegung nach Saudi-Arabien. Die vier Länder der Gruppe verurteilten am 11. Oktober die Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien und unterstützten die Gegenmaßnahmen Riads. Das ägyptische Parlament soll zudem am 26. Oktober über die Entsendung von Truppen zur Unterstützung Saudi-Arabiens entscheiden.

Das Treffen findet statt, während die Angriffe auf Schiffe und Energieanlagen in der Region andauern. Aramco räumte am Donnerstag nach Angriffen der Huthis sein Hauptgebäude in Dhahran, und der Angriff auf den König-Fahd-Flughafen in Dammam forderte zwei Tote.

Die Haltung der Islamischen Republik

Abbas Araghtschi, Außenminister der Islamischen Republik, sagte, über Katar sei ein Sieben-Tage-Vorschlag für die Rückkehr zu normaler Schifffahrt in der Straße von Hormus übermittelt worden, machte dessen Umsetzung aber von der Erfüllung der Forderungen Teherans abhängig; zuvor hatte er bereits erklärt, die Straße von Hormus bleibe ohne Abkommen mit den USA geschlossen. Araghtschi behauptet, die Huthis nähmen keine Befehle aus Teheran entgegen, und die Islamische Republik sei bereit, zwischen Saudi-Arabien und der Gruppe zu vermitteln. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, Pakistans Armeechef habe Teheran aufgefordert, seinen Einfluss zu nutzen, um die Angriffe der Huthis auf saudische Infrastruktur zu stoppen.

Die Teilnahme dreier europäischer Länder an der Seite der regionalen Verbündeten Saudi-Arabiens zeigt, dass sich eine breitere Front bildet, um die Bedrohung durch die Islamische Republik und ihre Stellvertretertruppen auf den Wasserstraßen der Region einzudämmen – eine Front, die neben dem militärischen Druck der USA und Israels die Islamische Republik immer weiter isoliert.

Das erste gemeinsame Treffen dreier europäischer Länder und vier regionaler Mächte hat die Straße von Hormus und die Angriffe der Huthis in den Mittelpunkt der Gespräche gerückt.

Quellen dieses Berichts · Auf Basis von 4 Quellen
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