Sonntag, 18. Oktober 2026
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Ghalibaf: Straße von Hormus bleibt bis zu sieben Bedingungen zu; Trump: auf die leichte oder die harte Tour

Der Parlamentspräsident der Islamischen Republik sagte am Sonntag, die Straße von Hormus bleibe geschlossen, bis Teherans sieben Bedingungen erfüllt seien, und behauptete, Washington habe über einen Vermittler Vorschläge übermittelt. Donald Trump sagte seinerseits, über Irans Schicksal werde entweder auf dem leichten oder auf dem harten Weg entschieden.

Ghalibaf: Straße von Hormus bleibt bis zu sieben Bedingungen zu; Trump: auf die leichte oder die harte Tour

Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident der Islamischen Republik, erklärte am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments, die Straße von Hormus werde nicht wieder geöffnet, solange Teherans sieben Bedingungen auf Grundlage der Absichtserklärung von Islamabad nicht erfüllt seien. Er sagte außerdem, die USA hätten Teheran – anders als sie in den Medien behaupteten – über einen Vermittler Vorschläge unterbreitet.

Laut BBC Persisch sagte Ghalibaf dazu: „Die Amerikaner, die in den Medien etwas anderes sagen, haben kürzlich über einen Vermittler Vorschläge gemacht.“ Laut der in den Vereinigten Arabischen Emiraten erscheinenden Zeitung The National fügte er hinzu, die Islamische Republik kämpfe und verhandle zugleich. Demselben Bericht zufolge überbringt Katar die Botschaften zwischen Teheran und Washington.

Teherans Bedingungen und das Sieben-Tage-Angebot

Die Absichtserklärung von Islamabad war am 17. Juni 2026 als Rahmen für die Gespräche zwischen beiden Seiten unterzeichnet worden. Die Islamische Republik hat in den vergangenen Wochen wiederholt ein Ende des Krieges, die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und die Aufhebung der Ölsanktionen gefordert. Abbas Araghchi, Außenminister der Islamischen Republik, hatte zuvor gesagt, wenn diese Bedingungen akzeptiert würden, werde die Meerenge innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet; die Entscheidung liege nun bei den USA. Laut The National hat Teheran außerdem angeboten, seine Bestände an auf 60 Prozent angereichertem Uran zu verdünnen oder sie im Rahmen von der Internationalen Atomenergiebehörde gebilligter Mechanismen in ein Drittland zu bringen.

Laut NBC News hatte US-Präsident Donald Trump Mitte September erklärt, er habe Teherans Angebot, die Meerenge binnen sieben Tagen zu öffnen, abgelehnt – mit der Begründung, die Islamische Republik befinde sich wegen der Seeblockade in einer Position der Schwäche.

Der leichte oder der harte Weg

In seinen jüngsten Äußerungen vor Journalisten vor dem Weißen Haus sagte Trump, über Irans Schicksal werde Washington bestimmen, und zwar entweder auf dem leichten oder auf dem harten Weg. Ohne Einzelheiten oder einen Zeitplan zu nennen, behauptete er, die Islamische Republik sei vernichtet worden und habe ihre Pläne zur Erlangung einer Atomwaffe faktisch aufgegeben. Medien deuteten diese Worte als Wahl zwischen einem Abkommen zur Beendigung des Krieges und der Wiederaufnahme umfangreicher Militäroperationen.

Zugleich teilte laut Iran International das britische Zentrum für maritime Handelsoperationen (UKMTO) am Sonntagmorgen mit, ein Schiff in der Straße von Hormus sei von einem unbekannten Projektil getroffen und sein Maschinenraum beschädigt worden. Dem Bericht zufolge ist die Besatzung unversehrt, und es wurde keine Umweltverschmutzung gemeldet. Identität und Flagge des Schiffes wurden nicht bekannt gegeben. Bereits am Donnerstag war ein weiterer Tanker in derselben Wasserstraße von einem unbekannten Projektil getroffen worden und in Brand geraten.

Die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus ist seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen die Islamische Republik im iranischen Monat Esfand 1404 (Februar/März 2026) weitgehend zum Erliegen gekommen, und die USA haben eine Seeblockade über die iranischen Häfen verhängt.

Ein US-Kriegsschiff passiert einen Tanker in der Straße von Hormus; Archivbild aus dem Jahr 1991
Ein US-Kriegsschiff passiert einen Tanker in der Straße von Hormus; Archivbild aus dem Jahr 1991

Der Parlamentspräsident der Islamischen Republik hat die Öffnung der Straße von Hormus an die Erfüllung von Teherans sieben Bedingungen geknüpft, während Trump eine baldige Entscheidung Washingtons über Iran ankündigt.

Quellen

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