Ali Abdollahi, Generalstabschef der Streitkräfte der Islamischen Republik, warnte am Montag, dem 5. Oktober 2026, dass das Feuer eines neuen Krieges gegen Iran, sollte er beginnen, alle erfassen werde. Er wandte sich an die Länder der Region, die US-Truppen beherbergen, und sagte, sie würden von den Folgen eines weiteren Konflikts mit Iran nicht verschont bleiben.
Laut Staatsmedien, darunter die Nachrichtenagentur Mehr, bezeichnete Abdollahi die Präsenz der US-Truppen zudem als Hauptursache für Unsicherheit und wirtschaftliche Probleme in der Region und behauptete, die Streitkräfte der Islamischen Republik seien bereit, Bedrohungen „jeder Art und auf jeder Ebene“ zu begegnen.
Israel Hayom: eigenständige Pläne der israelischen Armee
Zugleich berichtete die israelische Zeitung Israel Hayom, die israelische Armee bereite sich unabhängig von einer US-Beteiligung auf ihren nächsten Einsatz gegen die Islamische Republik vor und verfüge über völlig eigenständige Eventualpläne. Laut der Zeitung, deren Bericht Voice of America aufgriff, bleibt die geheimdienstliche und operative Abstimmung zwischen Israel und den USA eng.
Laut Israel Hayom steht das Atomprogramm der Islamischen Republik, das Dutzende Kilogramm hoch angereicherten spaltbaren Materials besitzen soll, im Zentrum der israelischen Planung. Die Zeitung verwies auf den Tunnelkomplex „Spitzhacke“ (Pickaxe) nahe der Anlage Natanz, zu dem Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde nie Zugang hatten. Da die Iran-Frage mit den US-Zwischenwahlen verknüpft sei, erscheine ein einseitiges Vorgehen vor den Wahlen jedoch unwahrscheinlich, so die Zeitung.
Netanjahu: Irans Regime so schwach wie nie
Laut DW Persisch sagte auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag, Israel werde nicht zulassen, dass Iran seine Existenz bedrohe. Die iranische Führung sei so schwach wie nie seit ihrer Gründung, kämpfe ums Überleben und werde schließlich verschwinden.
Diese Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Donald Trump Teherans Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus abgelehnt hat, Teheran weiterhin auf Washingtons offizielle Antwort über Vermittler wartet und die USA ihren dritten Flugzeugträger in die Region entsandt haben.
Der ranghöchste Militär der Islamischen Republik drohte den Gastländern von US-Truppen, während Israel sich auf einen eigenständigen Angriff vorbereitet.

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