Die Menschenrechts-Nachrichtenagentur HRANA berichtete am Montag, dem 5. Oktober 2026, zum Weltlehrertag, dass sich mindestens 47 aktive und pensionierte Lehrkräfte im Iran in Haft, in Gewahrsam oder in der Verbannung befinden.
Laut dem von Iran International veröffentlichten Bericht verbüßen 13 Lehrkräfte Haftstrafen, 32 befinden sich in Gewahrsam und zwei in der Verbannung. Die Lehrkräfte verteilen sich auf 19 Provinzen des Landes; Razavi-Chorasan hat mit acht die höchste Zahl, gefolgt von Fars und Chusestan mit jeweils fünf und Nord-Chorasan mit vier.
Von Auspeitschung bis zum Todesurteil
Laut HRANA wurden gegen festgenommene und inhaftierte Lehrkräfte schwere Strafen verhängt, darunter lange Haftstrafen, Auspeitschung, Geldstrafen, Verbannung, Ausreiseverbote und Entlassung aus dem Schuldienst. Nach Angaben der Organisation wurden gegen eine der inhaftierten Lehrkräfte zudem zwei Todesurteile verhängt. HRANA betonte außerdem, dass der rechtliche Status vieler festgenommener Lehrkräfte unklar sei und nichts über ihren Haftort und die Vorwürfe gegen sie bekannt sei.
Der Bericht erscheint zu einer Zeit, in der die Islamische Republik seit dem Januar-Aufstand den Druck auf Lehrkräfte, Studierende und Gewerkschaftsaktivisten erhöht hat. Vor wenigen Tagen wurde die Lehrerin Farzaneh Kamkar zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil sie Demonstranten des Januar-Aufstands drei Masken gegeben haben soll. Zugleich deuten Berichte auf eine Kündigungswelle unter Lehrkräften und Pflegekräften wegen unzureichender Gehälter hin.

Laut HRANA befinden sich 47 Lehrkräfte in 19 Provinzen Irans in Haft, in Gewahrsam oder in der Verbannung.

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