Montag, 19. Oktober 2026
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Straße von Hormus: Auslaufender Tanker am Sonntag von unbekanntem Geschoss getroffen

UKMTO teilte mit, ein Tanker auf dem Weg aus der Straße von Hormus sei am Sonntag, dem 11. Oktober, von einem unbekannten Geschoss getroffen worden; der Rumpf wurde beschädigt, die Besatzung ist unversehrt.

Straße von Hormus: Auslaufender Tanker am Sonntag von unbekanntem Geschoss getroffen

Ein Tanker, der die Straße von Hormus verließ, wurde am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, gegen 15:30 Uhr iranischer Zeit von einem unbekannten Geschoss getroffen. Das britische Zentrum für Operationen im Seehandel (UKMTO) teilte in der Sicherheitswarnung Nr. 164-26 mit, das Geschoss habe das Schiff an der Backbordseite getroffen und den Rumpf beschädigt.

Laut Voice of America sagte UKMTO, alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf und bislang sei keine Umweltverschmutzung gemeldet worden. Name des Tankers, Art des Geschosses und Urheber des Angriffs wurden noch nicht bekannt gegeben, die Untersuchungen dauern an. Die Stelle forderte die Schiffe auf, die Meerenge mit Vorsicht zu durchfahren und verdächtige Aktivitäten zu melden.

Zweiter Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus binnen zwei Tagen

Der Angriff vom Sonntag erfolgte einen Tag nach einem ähnlichen Vorfall, bei dem ein auslaufender Tanker von einem unbekannten Geschoss getroffen wurde und Feuer fing. Am Samstagabend hatte die Marine der Revolutionsgarde behauptet, ein Supertanker, der nach ihren Angaben auf einer „nicht genehmigten“ Route und mit abgeschalteten Navigationssystemen unterwegs war, sei auf eine Mine gelaufen. Die Revolutionsgarde hatte gewarnt, jedem Tanker, der die von der Islamischen Republik gewünschten Regeln in der Meerenge missachte, könne dasselbe Schicksal drohen.

Laut Al Jazeera erklärten auch die Vereinigten Arabischen Emirate, ihre Küstenwache habe 22 Besatzungsmitglieder eines namenlosen Tankers nach einem Brand vor der Küste der Emirate gerettet; die Emirate nannten die Brandursache nicht. Außerdem wurde den Kapitänen von Schiffen, die nahe Ras al-Chaima vor Anker lagen, am späten Samstagabend per Funk gesagt, sie sollten ihren Ankerplatz verlassen.

Satellitenbild der Straße von Hormus zwischen der Südküste Irans und der omanischen Halbinsel Musandam. Archivbild; Bild: NASA, gemeinfrei, Wikimedia Commons
Satellitenbild der Straße von Hormus zwischen der Südküste Irans und der omanischen Halbinsel Musandam. Archivbild; Bild: NASA, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Die Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus gehen weiter, während die Bemühungen um ein Kriegsende ins Stocken geraten sind.

Seeblockade und festgefahrene Verhandlungen

Laut Al Jazeera wurden in der Woche bis zum 5. Oktober mindestens 12 Schiffe angegriffen, die höchste Wochenzahl seit Kriegsbeginn. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) gibt an, seit der erneuten Verhängung der Seeblockade Mitte Juli hätten seine Kräfte vier Handelsschiffe außer Gefecht gesetzt, 135 Schiffe zur Umkehr gezwungen und 10 Tanker mit Verbindung zur Islamischen Republik zerstört. Am Sonntagmorgen veröffentlichte CENTCOM außerdem Bilder, wie ein Frachter unter panamaischer Flagge im Golf von Oman außer Gefecht gesetzt wurde.

Laut Kpler-Daten, die CNBC zitiert, lag der durchschnittliche Rohöldurchsatz der Meerenge in der Woche bis zum 7. Oktober bei rund 8,5 Millionen Barrel pro Tag, fast 40 Prozent unter dem Normalwert. Zugleich drohte Habibollah Sayyari, ein hoher Kommandeur der Armee der Islamischen Republik, bei jeder neuen Maßnahme gegen die Islamische Republik würden die Schiffe der Gegenseite erneut angegriffen.

Laut Al Jazeera werden weiterhin Botschaften über Vermittler ausgetauscht, doch in den kommenden Wochen werden keine Fortschritte erwartet. US-Vizepräsident JD Vance hatte in der vergangenen Woche eine tatsächliche Verringerung der Anreicherungskapazität zur Bedingung für ein Kriegsende erklärt.

Quellen

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